Ortsunion St. Mauritz / Münster-Ost
Ortsunion
03:05 Uhr | 05.09.2010 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressumSitemapInhaltsverzeichnis
 



Chronik
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Entstehung:

Unsere heutige Ortsunion (OU) ist am 16. Mai 2002 entstanden durch Vereinigung der OU St. Mauritz, die bis zur kommunalen Neuordnung 1975 zum Landkreis Münster gehörte, und der OU Münster-Ost, die bereits vor 1975 im Stadtgebiet lag. Beide OU haben vorher in getrennten Mitgliederversammlungen ihren Fusionswillen einstimmig bekundet. So wurde die Vereinigung auf einer gemeinsamen Mitgliederversammlung ebenfalls durch einstimmigen Beschluss vollzogen. Der neue, gemeinsame Name der OU "St. Mauritz/Münster-Ost" wurde auf der Gründungsversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Der am gleichen Tag ohne Gegenstimmen gewählte Vorstand setzt sich aus Mitgliedern beider ehemaligen OU zusammen. Die Mitglieder selbst sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und stammen aus allen sozialen Schichten unserer Bevölkerung. Sie haben sich in einer Volkspartei zusammengefunden mit dem Ziel, christlich-demokratische Politik zu verwirklichen.

Der Name St. Mauritz leitet sich vom alten Kirchspiel St. Mauritz ab und ist somit fast 1000 Jahre alt. Nach der Säkularisierung 1803 erhielt die Preußische Landgemeinde diesen Namen, den 1946 auf einem inzwischen verkleinertem Gebiet die Ortsunion der CDU übernahm.

Die alte Ortsunion Münster-Ost nannte sich vor dem Jahr 2000 Ost-Schweringsheide. Ihr Name bezog sich auf eine alte Liegenschaft in St. Mauritz. Vor ihrer Gründung gehörten die Mitglieder zur OU Bahnhof-Hafen. Am 7. 11.1958 beschloss die OU Bahnhof-Hafen einstimmig, sich von ihrem östlichen Gebiet zu trennen, da sie es "nicht ausreichend betreuen könnte und der Außenbezirk eine völlig andere Struktur habe". So konstituierte sich am 10.12 1958 eine neue OU, deren Mitgliederzahl rasch anstieg und die sich durch eine erfolgreiche Politik in dem Stadtviertel bewährt hatte.

Ein genaues Gründungsdatum der OU St. Mauritz war durch Umfrage bei älteren Mitgliedern und Rückfragen bei der Kreisgeschäftsstelle sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung nicht zu ermitteln. Die Gründung der Ortsunion St. Mauritz muss jedoch spätestens im Frühjahr 1946 erfolgt sein. Zu dieser Zeit begannen die Vorbereitungen für die ersten demokratischen Wahlen nach dem 2. Weltkrieg und seit 1933 mit den Verordnungen Nr. 26, 28, 31 und 32 der Britischen Militärregierung in Deutschland. Bereits am 15.9.1945 wurden in der Verordnung Nr. 12 die Zulassungsbestimmungen für politische Parteien geregelt. Mittelpunkt der britischen Parteikonzeption war, den Deutschen Demokratie beizubringen und die Idee von "freien Menschen". Mit großer Sorgfalt und erheblichen materiellen Schwierigkeiten (Papier-, Benzin- und Raummangel) begann der Aufbau eines demokratischen und freiheitlichen Deutschland. Zunächst mussten die Wähler registriert, Wahlbezirke und Wahllokale eingerichtet und Wahlvorschläge durch die zugelassenen Parteien abgegeben werden. Nach englischem Vorbild wurde ein kompliziertes Wahlsystem eingeführt mit direkt zu wählenden Kandidaten und Kandidaten aus der Reserveliste. Ebenfalls nach englischem Vorbild wurde die Trennung zwischen Verwaltung (OKD bzw. OStD) und Rat (Landrat bzw. OBM) eingeführt. Die ersten Wahlen nach dem Krieg waren die Wahlen für die Gemeinden und Ämter am 15.9.1946 und für die Kreise vier Wochen später am 13.10.1946. Trotz geringer Unterschiede in der Zielsetzung führten das alte Zentrum und die neue Volkspartei CDU einen erbitterten Wahlkampf. Die Ortsunion St. Mauritz deckte sich etwa mit dem Wahlbezirk St. Mauritz II einschließlich der Bauerschaften Kemper, Laer und Werse.
Das Wahlergebnis für die Gemeinde St. Mauritz am 15.9.1946 ergab:

3.755 Stimmen CDU,     3.079 Stimmen DZP (Zentrum),     489 Stimmen SPD,     57 Stimmen KPD     0 Stimmen FDP.

Damit waren im Gemeindparlament nur die CDU mit 9 Sitzen und das Zentrum mit 6 Sitzen vertreten.
Das Wahlergebnis für die Stadt Münster am 13.10.1946 ergab:

CDU 43,3%,     DZP 22,3%,     SPD 24,7%,     FDP 5,4%     KPD 4,3%.

Impressum:
Verantwortlich für den Inhalt:
Karl-Heinz Kerkau, Parkallee 24, 48155 Münster

Quellen:
H. Franz, 40 Jahre CDU Münster
Dokumente Stadtarchiv Münster
Protokolle OU Ost-Schweringsheide

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